Ausgabe 04/18 -

Reiseversicherung – Sicher im Urlaub

Die gute Meldung vorneweg: Wer sich ganzjährig vernünftig absichert, der braucht auch auf Reisen wenig zusätzliche Versicherungspolizzen. Worauf es beim Urlaubs-Versicherungsschutz ankommt, beantwortet die Versicherungsexpertin im Raiffeisen Versicherungsdienst, Marina Rocchetti.

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Damit Sie Ihren Urlaub unbeschwert genießen können, sollten Sie sich vor einer Reise unbedingt Gedanken machen, welche ­speziellen Versicherungen erforderlich sind. „Mit den ­richtigen Vorkehrungen lassen sich Schäden bereits im Vorfeld vermeiden“, meint Marina Rocchetti vom Schadenbüro Raiffeisen-Versicherungsdienst – Assimoco in Bozen.

Urlaubszeit ist Einbruchzeit

Wer verreist, sollte auch das eigene Heim „reise­fertig“ machen. „Dazu gehört die gute Verriegelung von Außentüren und Fenstern, auch jene in den oberen Stockwerken“, sagt ­Rocchetti. „Ein gekipptes Fenster könnte dazu führen, dass die Leistung von der Versicherung nicht erstattet wird.“ Ersatzschlüssel sollten nie unter der Fußmatte versteckt werden, sondern besser ­Freunden oder Nachbarn anvertraut werden. Man sollte vorab prüfen, ob die Hausratversicherung die Garantie für Einbruch enthält.


Verkehrsschutz

Bei Autounfällen mit dem eigenen Pkw im europäischen Ausland sollte stets der ­Europäische Unfallbericht ausgefüllt werden. „Je vollständiger das Formular mit Angaben zum Unfallhergang befüllt wird, umso besser“, weiß Rocchetti, „denn der Bericht wird von Behörden und Ver­sicherungen als Beweismittel anerkannt und erleichtert die Schadenauszahlung erheblich.“ Auch Fotos von der Unfallstelle und den Unfallfahrzeugen sind immer hilfreich. Eine Verkehrs-Rechtsschutzversicherung erleichtert die Abwicklung von Autounfällen im Ausland. Wird ein Miet­wagen gebucht, sollte sich der ­Lenker schon vor der Buchung über den optimalen Versicherungsschutz informieren und im Besitz einer Kreditkarte sein.

Kranken- und Unfallschutz

Wer einen privaten Unfall- und Krankenschutz abgeschlossen hat, ist in der Regel weltweit abgesichert – auch in Ländern außerhalb ­Europas wie den USA, Thailand oder Australien. Kranken­hausaufenthalte im Ausland sind damit finanziell abgedeckt. Im Fall von medizinischen Notfällen im Ausland müssen die Spesen vielfach in bar vorgestreckt werden. Die Rückerstattung erfolgt dann über den Versicherer. Vor Reise­antritt in Übersee-Staaten ist es wichtig, den ­bestehenden Ver­sicherungsschutz abzuklären und eventuell um eine Auslandskranken­versicherung zu ­ergänzen.

Hohes Kostenrisiko: Rücktransport

Wer im Urlaub schwer erkrankt oder einen Unfall erleidet, dabei geborgen werden muss und einen Rücktransport ins Heimatland benötigt, ist einem hohen finanziellen Risiko ausgesetzt. Dieses spezielle Risiko wird nur zum Teil von der privaten Unfall- oder Krankenversicherung übernommen. Klassische Reiseversicherungen, die für eine begrenzte Dauer gültig sind, ­bieten „Rundum-Sorglos-Pakete“, die auch dieses spezielle Risiko übernehmen. Ebenso bieten sie Schutz bei Reiseabbruch oder Reiserücktritt und können direkt bei der Reisebuchung ­abgeschlossen werden.

Schutz vor Risiken Grafik

Mit Sicherheit gut vorgesorgt – Schutz vor Risiken

Versicherungsschutz-Merkliste

Immer wieder kommt es vor, dass Reisende zwar versichert sind, im Fall der Fälle aber nicht wissen, wo. Es empfiehlt sich, vor Urlaubsantritt eine Liste mit Telefon- und Versicherungsnummern mit folgenden Angaben anzulegen:

 

  • Unfallversicherungs-Nummer
  • Private Krankenversicherungs-Nummer
  • Telefonnummer, um Raiffeisen Bankkarte oder Kreditkarte sperren zu lassen

 

Bei Reisen mit eigenem Auto:

  • Grüne Nummer für die persönlichen Betreuungsdienste der Assimoco- Assistance
  • plus sollte man den Europäischen Unfallbericht mitführen

 

Quelle: RVD

Illustration – Liegestuhl

Achtung

Diebstähle machen in Südtirol fast die Hälfte (49,4 %) der Straftaten aus. Auch wenn die Anzahl der Diebstähle durch Einbrüche in Wohnungen 2016 gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig sind (– 2,8 %), gilt es achtsam zu sein und sich richtig abzusichern.

 

Quelle: ASTAT 2016