Ausgabe 04/20 -

Das gute Gefühl der Sicherheit

Seit 30 Jahren kümmert sich der Raiffeisen Versicherungsdienst (RVD) um die Absicherung vieler Südtiroler Firmen, Vereine und Privatpersonen.

Foto: Stephan Niederegger

Seit 20 Jahren nimmt auch der Verband Südtiroler Musikkapellen (VSM) die Dienste des RVD in Anspruch, wie gut 60 Prozent der ehrenamtlich tätigen Organisationen in Südtirol. „Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht“, freut sich Verbandsobmann Pepi Fauster. Der VSM hat beim RVD eine einzige Haftpflichtversicherung für den Verband, die sechs Bezirke und alle 210 Mitgliedskapellen abgeschlossen und spart damit viel Arbeit und viel Geld. Zudem wurde eine Bedarfserhebung durchgeführt und die Abdeckung entsprechend den Bedürfnissen der Musikkapellen angepasst: eine maßgeschneiderte Lösung für die Südtiroler Musikanten. Denn auch wenn das Musikantenleben nicht zu den gefährlicheren zählt, kann immer etwas Unvorhersehbares passieren. Da war der Umzug, bei dem ein Pferd scheute, der freiwillige Helfer, der sich beim Zeltfest verletzte, oder der Musikant, der nach der Musikprobe auf dem Heimweg verunfallte.


Große Kundennähe

„Raiffeisen hat mit seinem Engagement im Versicherungsbereich für die Südtiroler Bevölkerung sehr viel geleistet“, sagt Norbert Spornberger, Leiter der Kundenbetreuung beim RVD. „Natürlich ist auch ein Geschäftsinteresse da, aber was Raiffeisen immer ausgezeichnet hat, ist die große Kundennähe: Wir decken das ab, was der Kunde braucht, im Sinne des Risikoschutzes sowie der geltenden gesetzlichen Vorgaben.“ So habe man von Anfang an einjährige Verträge abgeschlossen, als in der Branche noch zehnjährige Verträge üblich waren. Und die Versicherungsberater vor Ort werden laufend geschult, um ihre Kompetenz in der ganzheitlichen Beratung und Betreuung zu steigern und sie für die sich ständig ändernden Anforderungen vorzubereiten.

Umfangreiches Versicherungsangebot

Der Raiffeisen Versicherungsdienst wurde am 21. September 1990 gegründet. Zu Beginn stand die Mission, die einzelnen Raiffeisenkassen bei der Absicherung ihrer Kunden zu unterstützen. Denn zu jener Zeit hatten die Raiffeisenkassen zwar fast ein Jahrhundert lang Erfahrung im Bank­geschäft, aber keine Kompetenz in Versicherungsdienstleistungen. Man ging von Anfang an über den damals bei Banken üblichen Vertrieb von Lebensversicherungen hinaus und stellte den Kunden ein nahezu alle Versicherungssparten abdeckendes Angebot zur Verfügung.

Fachliche Kompetenz

Neben der Dienstleistung für die einzelnen Raiffeisenkassen betreut der RVD auch einen eigenen Kundenstock – Firmen und Privatkunden sowie Verbände, Vereine und Genossenschaften. Spezialkunden, für die eine hohes Versicherungs-Know-how nötig ist.
Die VSM-Versicherung umfasst eine Haftpflichtversicherung für alle Mitglieder und Vorstände, sie versichert Schäden gegen Dritte bei allen Vereinstätigkeiten, bei Konzerten, Musikproben, Festen und Umzügen. Schon seit langem bietet der RVD den Mitgliedern und den in Vereinen tätigen Personen auch eine Unfallversicherung an, die mit Inkrafttreten der Reform des Dritten Sektors für alle ehrenamtlichen Vereine Pflicht wurde. Sie versichert, im Gegensatz zur Haftpflichtversicherung, die eigenen Mitglieder, wenn diese bei einem Unfall zu Schaden kommen.

Die Musikkapellen Südtirols sind über den RVD gut abgesichert (im Bild die Musikkapelle Völser Aicha).
Musikkapelle Voelser Aicha, im Wettbewerb

„Etwa jede zweite Mitgliedskapelle hat bereits eine Unfallversicherung, die alle aktiven Mitglieder und die Jung­musikanten umfasst und eine weitere Unfallversicherung für Nicht­mitglieder, die bei Festen oder Ähnlichem helfen“, erklärt Fauster. Die Freiwilligen müssen vorab angemeldet werden und es ist eine Tagespauschale zu begleichen. Dazu kommen eine Rechts­schutzversicherung und eine Vollkasko­versicherung für die Vorstände von Verband und Bezirk während ihrer Tätigkeit für den Verband.


All diese Versicherungen kann man zentral beim RVD abschließen. Zum einen die Haft­pflicht-Absicherung von Privatpersonen, Unternehmen und Vereinen, die greift, wenn beispielsweise durch einen Fehler der Musikkapelle ein Dritter einen Schaden erleidet. Hier macht Spornberger das geänderte Verhalten der Menschen Sorgen, das die Kosten bei der Haftpflicht­versicherung weit nach oben treibt. Wenn früher etwas passierte, stellte man sich kaum die Frage nach der Haftung. Ein Unfall bei einem Zeltlager der Jungmusikanten war erst einmal nur ein Unfall. „Heute wird sofort gefragt, ob jemand einen Fehler gemacht oder seine Aufsichtspflicht verletzt hat. Die Frage nach einem Schuldigen und wer für den Schaden haftet, wird vermehrt gestellt“, sagt Spornberger.

Zum anderen die Absicherung von Personen und Familien: Vor 20 Jahren hatte niemand eine private Krankenversicherung, heute sehr viele. Obwohl in Südtirol das Sanitätssystem gut funktioniert, haben viele Bürger den Wunsch, sich privat im In- und Ausland behandeln zu lassen. Ebenso ist es ein Anliegen vieler Bürger, bei schweren Erkrankungen und Unfällen eine zweite medizinische Meinung einzuholen. Auch die Ablebensversicherung war früher ein Randthema, heute hat fast jeder eine, der für seine Familie sorgt oder ein Darlehen aufgenommen hat. „Die Sensibilisierung des Kunden für den eigenen Absicherungsbedarf ist immer wichtiger geworden, ebenso wie die professionelle Rundumberatung, ein leistungsfähiger Service und die unbürokratische Abwicklung der Schadenfälle“, resümiert Spornberger. Für all diese Erfolgsfaktoren hat der RVD hohe Qualitätsansprüche und exzellent ausgebildete Mitarbeiter.

Pepi Fauster gehört auch zu jenen, die verantwortungsvoll handeln. Dank der Versicherungen können die Vereins­verantwortlichen ruhig schlafen, Vorsorge minimiert nicht immer das Risiko, federt aber den Schaden im Bedarfsfall ab. Und so möchte er zu all den Versicherungen des Verbandes Südtiroler Musikkapellen bald noch eine weitere hinzufügen, bei der es nicht um Leben und Tod geht, aber ohne die es teuer werden kann: „Eine Instrumentenversicherung, die bei Beschädigung und Diebstahl einspringt, könnte eine sinnvolle Ergänzung sein.“

INTERVIEW

Arno Perathoner gibt Einblick in die „Raiffeisen-Versicherungskultur“ und zeigt auf, wie der Versicherungs­kunde davon profitiert.

Herr Perathoner, wodurch zeichnet sich der Raiffeisen Versicherungsdienst aus?

Arno Perathoner: Als Zentral- struktur der Raiffeisen­kassen im Versicherungsgeschäft verfolgen wir seit mittlerweile 30 Jahren das Ziel, bedarfs- gerechte und individuelle Absicherungs­instrumente anzubieten. Immer mehr setzen wir auch auf eine ethische Beratung. Damit heben wir uns vom Standardangebot der Mit­be­werber ab. Über das kapillare Netz der Raiffeisen­kassen sind wir vor Ort präsent und damit nahe an den Bedürf­nissen der Bevölkerung. Wir bieten Versicherungen an, die der Südtiroler Realität entsprechen. Das schätzen die Menschen sehr.

Inwieweit profitiert der Versicherte von diesen Grundsätzen?

Wir begleiten Privatpersonen, Familien, Betriebe sowie auch ehrenamtliche Organisationen und deren aktive Mitglieder, die ihre Tätigkeit mit hohem Engagement und Verantwortung ausüben, langjährig und auf der Basis eines Vertrauensverhältnisses. Gemeinsam analysieren wir in regelmäßigen Abständen vorhandene Risiken und erheben den bestehenden Bedarf in der Vorsorge und Absicherung. Denn ein adäquater und solider Versicherungsschutz vermag zum Gelingen von Privat- und Berufsleben maßgeblich beizutragen.

Wie hat sich der Versicherungsbedarf in den letzten Jahren entwickelt?

Das Bewusstsein für eine eigenverantwortliche private Absicherung ist in den letzten Jahren konstant gestiegen. Grund dafür sind neben dem Rückzug des Sozialstaates vor allem die vielen gesellschaftlichen Veränderungen, wie etwa die neuen Formen des Zusammen­lebens. Daraus entstehen prekäre Aspekte, sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen. Mit unseren Versicherungs­leistungen werden Vorsorge­lücken geschlossen und damit das finanzielle Wohlbefinden unserer Kunden gewahrt.