Ausgabe 02/21 -

Ein Bio-Bauernhof mit Lernschule für hochsensible Kinder

Zu Besuch beim Rainergut-Hof in Sarns bei Brixen.

Foto: Ethical Banking

Klaus und Sabine Mader bearbeiten den Rainergut-Hof („Roanerhof“) in Sarns nach biodynamischer Anbauweise. Der Hof besteht aus 7 ha Obstbaugüter, in näherer Zukunft möchte Klaus aber unbedingt wieder Weinbau betreiben – so wie es früher am Hof üblich war.

Miteinander in der Natur

Am Hof gibt es noch viele Mitbewohner: Hennen und Schweine, Katzen und Hasen, Schafe und Hochlandrinder. Bei der biodynamischen Landwirtschaft spielen die Tiere am Hof nämlich eine wichtige Rolle. „Es geht um ein Miteinander der Natur, um kosmische Einflüsse und insgesamt um eine harmonische Gesamtsituation am Hof. Dazu gehören Menschen, Tiere und die Kreisläufe der Natur. Alles soll Sinn machen und sich gegenseitig ergänzen“, betont Klaus Mader und ergänzt: „Dem klassischen, integrierten Anbau konnte ich nicht mehr viel abgewinnen, deshalb habe ich den Hof auf Bioanbau (Bioland) umgestellt. Vor einem Jahr reifte dann die Entscheidung, noch einen Schritt weiter zu gehen und mich noch intensiver mit der Natur zu beschäftigen. Da lag die Umstellung auf die biodynamische Landwirtschaft auf der Hand und sie macht mir viel Freude.“

Sozialgenossenschaft als zweites Standbein

Vor kurzem wurde mit der Gründung der Sozialgenossenschaft „Roaner Lernfreunde“ ein zweites Standbein am Hof geschaffen. Ziel der Genossenschaft ist es, hochsensiblen Kindern ein ideales Lernumfeld in einer besonderen Umgebung zu bieten. Und dafür eignet sich der Bauernhof bestens, denn es gibt, je nach Jahreszeit, genügend unterschiedliche Arbeiten, die erledigt werden müssen. Sie erleichtern den Kindern die Rückkehr in den „normalen“ Schulalltag. „Bisher ist unser Projekt für hochsensible Kinder das einzige in Südtirol“, erzählt Sabine begeistert.
„Die Ethical Banking Finanzierung über die Raiffeisenkasse Eisacktal hat mir in der Umstellungszeit Garantie und Sicherheit gegeben, damit ich das überhaupt schaffe,“ betont Klaus. Maschinentechnisch konnte einiges erneuert werden und auch eine Obstanlage wurde modernisiert. Ethical Banking ist für ihn eine Gemeinschaft, in der alle gemeinsam neue Wege finanzierbar machen.

Mehr dazu unter:
www.ethicalbanking.it