Ausgabe 05/26 -

Nachhaltige Entwicklung sichtbar gemacht

v.l.: Christian Tanner (Generaldirektor Raiffeisenverband), Sonja Abrate (Geschäftsführerin Ökoinstitut Südtirol), Herbert Von Leon (Obmann Raiffeisenverband) und Günther Schweigkofler (Nachhaltigkeitsbeauftragter Raiffeisenverband)

Der Raiffeisenverband Südtirol hat seinen dritten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht – erstmals auf Basis des europäischen VSME-Standards („Voluntary Sustainability Reporting Standard for non-listed SMEs“).

 

Nach den Berichten aus den Jahren 2019 und 2023 stellt der aktuelle Bericht einen weiteren Schritt in Richtung transparenter und strukturierter Nachhaltigkeitsberichterstattung dar. Der freiwillige europäische VSME-Standard bietet Unternehmen einen klaren Rahmen, um ihre Nachhaltigkeitsleistungen nachvollziehbar darzustellen.


Nachhaltigkeit als genossenschaftlicher Auftrag

„Nachhaltigkeit gehört zum genossenschaftlichen Selbstverständnis von Raiffeisen. Regionalität, langfristiges Denken und Verantwortung gegenüber den Menschen sind zentrale Leitlinien“, betonte Verbandsobmann Herbert Von Leon bei der Übergabe des Zertifikats durch das Ökoinstitut Südtirol.

 

Der Bericht gibt Einblick in zahlreiche Maßnahmen des Raiffeisenverbandes im Zeitraum 2023 bis 2025: von umweltfreundlicher Mobilität und nachhaltigeren Arbeitsmodellen über Investitionen in Energieeffizienz bis hin zur Weiterentwicklung der Governance-Strukturen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der bevorstehenden Sanierung und dem energieeffizienten Neubau des Raiffeisenhauses in Bozen.

Transparenz als Grundlage

Der Nachhaltigkeitsbericht des Raiffeisenverbandes wurde durch das Ökoinstitut Südtirol inhaltlich geprüft und bestätigt. Besonders positiv hervorgehoben wurde, dass der Bericht in vielen Bereichen über die Mindestanforderungen hinausgeht. Gleichzeitig wurde empfohlen, Mitarbeitende und Mitgliedsgenossenschaften künftig noch stärker in den Nachhaltigkeitsprozess einzubinden. Erarbeitet wurde der Bericht in Zusammenarbeit mit dem ROI-Team Consultant und dem Ökoinstitut Südtirol. Grundlage bildeten Workshops mit Stakeholdern, Mitarbeiterbefragungen sowie der Berechnung der CO₂-Emissionen nach internationalen Standards.