Ausgabe 03/20 -

Solidarische Landwirtschaft am Bachguterhof

Gerade in Zeiten großer Unsicherheit, wie derzeit in der Coronavirus-Krise, wird einem die Bedeutung lokaler Produzenten und Wirtschaftskreisläufe bewusst. Wir waren zu Besuch beim Bachguterhof, der für vorbildliche Bio-Vielfalt steht.

Seit dem Jahre 1913 befindet sich der Bachguterhof in Dorf Tirol im Besitz der Familie Laimer. Bereits im Jahre 1998 haben sich Franz und seine Familie für die ökologische Landwirtschaft nach Bioland-Richtlinien entschieden. Während zu Beginn am Hof nur Äpfel und Trauben angebaut wurden, hat sich die Einstellung der Familie zu Monokulturen verändert. Heute wird bewusst auf Vielfalt und mehr Ökologie geachtet, was nicht unbemerkt blieb: Unter allen Bioland-Mitgliedsbetrieben wurde der Bachguterhof kürzlich als einer von drei Leit­betrieben für vorbild­haftes Wirtschaften im biologisch-organischen Bioanbau ausgezeichnet.


Solidarische Landwirtschaft

Die Vielfalt in der Produktion und Vermarktung ist beeindruckend: neben Obst- und Weinbau gibt es Gemüseanbau, Imkerei und Tierhaltung; die Produkte werden per Direktvermarktung und solidarische Landwirtschaft vertrieben. Bei der solidarischen Landwirtschaft werden die Lebensmittel nicht über den herkömmlichen Markt vertrieben, sondern fließen in einen eigenen, überschaubaren Wirtschaftskreislauf, der von Verbrauchern mitorganisiert und finanziert wird. So versorgt der Bachguterhof derzeit 37 Familien wöchentlich mit frischen Lebensmitteln.

Win-win-Situation für alle

Die Vorteile für den Landwirt liegen auf der Hand: er hat Planungssicherheit, die Garantie eines geregelten Einkommens und ist von Märkten unabhängig. Er bietet Artenvielfalt, erhält neue Kundenkontakte und direkte Rückmeldungen der Konsumenten. Diese wiederum erhalten frische, vielfältige, saisonale und regionale Nahrungsmittel und bekommen einen Einblick in Produktion und Ernte.

Unterstützt durch Ethical Banking

Produzenten wie Franz Laimer und seine Familie sind es, die nicht nur produzieren, sondern sich um Tiere, Felder und Böden, Landwirtschaft, unsere Umwelt und unseren Lebens­raum – sprich unser aller Zukunft – Gedanken machen. Mit dem Förderkredit von Ethical Banking wurde ein landwirtschaftliches Nutzfahrzeug für die Arbeit in besonders steilen Lagen angekauft.