Ausgabe 04/19 -

Umfassender Versicherungs­schutz für Landwirte

Der Großteil der Bauernhöfe wird in Südtirol als Familienbetrieb geführt. Damit hängt auch der Erfolg des landwirtschaftlichen Betriebes vorwiegend von der Leistungskraft des Bauers und der mitarbeitenden Personen am Hof ab. Gerade deshalb ist es notwendig, dass Landwirte an die eigene Absicherung sowie an jene ihrer Familie denken.

Foto: Ewald Fröch, Maria Sbytova – Adobe Stock

Rund 20.000 landwirtschaftliche Betriebe mit einer durchschnittlichen landwirtschaftlichen Nutzfläche von ca. 12 ha werden in Süd­tirol laut dem Landesinstitut für Statistik Astat vorwiegend als Selbstbewirtschaftungsbetrieb geführt. Es handelt sich dabei fast ausschließlich um Familienbetriebe, die zum Großteil Viehwirtschaft sowie Obst- und Weinbau betreiben. Dabei sind die Nebenerwerbsbetriebe mit rund 50 Prozent am stärksten vertreten. Viele Bauern gehen einem Nebenerwerb nach, einige wenden sogar den Großteil ihrer Zeit für außerlandwirtschaftliche Tätigkeiten im Handel, Gastgewerbe, Handwerk oder in der öffentlichen Verwaltung auf. Die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Tourismus ist vor allem in den ländlichen Berggebieten sehr häufig zu finden: inzwischen bieten ca. 13 Prozent der Betriebe auch Urlaub am Bauernhof an.

Landwirtschaft­liche Familien sollten persönliche Risiken wie Berufs­unfähigkeit und Todesfall in jedem Fall gut absichern.
Landwirt mit dem Traktor auf dem Feld

Arbeitskraft und Familie absichern

Hof und Betrieb verlangen vollen Einsatz ab, und zwar nicht nur während der Erntezeit, sondern das ganze Jahr über. Defekte Arbeitsmaschinen, Schäden am Nachbargrundstück durch die eingeschaltete Beregnungsanlage oder ein unerwarteter Ausfall des Landwirtes können schwer­wiegende Folgen haben, und zwar dann, wenn sie zu existenzgefährdenden Einkommensausfällen führen. In der Landwirtschaft sind neben der betrieblichen auch die persönlichen Risiken der Familie und der Beschäftigten zu berücksichtigen und die finanziellen Folgen im Schadensfall tragbar zu gestalten. Gerade die Risikovorsorge für die Familie ist zentral, steht und fällt doch alles mit ihrer Leistungskraft.


Größerer Absicherungsbedarf

Die Bewertung der Risiken ist in der persönlichen Absicherung schwieriger geworden. Aufgrund von staatlichen Einsparungen, aber auch durch neue, moderne Familienkonstellationen besteht im privaten Bereich ein größerer Absicherungsbedarf. Individuelle Personenrisiken betreffen die Bereiche Krankheit, Berufsunfähigkeit/Invalidität, Todesfall/Hinterbliebenenversorgung sowie Pflegebedürftigkeit.

Wichtig zu wissen: Die gesetzlichen Versicherungen wie INAIL bieten Landwirten generell lediglich eine Mindestabsicherung. Einige Risiken wie beispielsweise die Berufsunfähigkeit oder Arbeitsausfälle durch Freizeitunfälle werden nicht oder nur teilweise abgedeckt. Die Raiffeisenkassen beraten Landwirte sowohl über die betriebliche als auch über die persönliche Absicherung und schnüren Versicherungspakete, welche auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind.

Rundum-Schutz für Haus und Hof

Mit Sicherheit gut vorgesorgt – Schutz vor Risiken

Betriebliche Absicherung

  • Betriebliches Vermögen sichern (Haftungsrisiken, Rechtsschutz)
  • Sachwerte schützen (Beschädigung und Zerstörung von Sachwerten)
  • Einkommen sichern (Betriebsunterbrechung)
  • Sicher unterwegs (Kfz-Haftpflichtversicherungen)

Schutz des Privatlebens

  • Krankheit
  • Berufsunfähigkeit/Invalidität
  • Todesfall/Hinterbliebenen­­versorgung
  • Pflegebedürftigkeit

 

Ernteschutz

  • Hagelversicherung

 

Schutz des Tierbestandes


Quelle: RVD