Ausgabe 06/16 -

Regionale Qualitätsprodukte zu fairen Preisen

Nähe, Herkunft und Tradition sind in Zeiten der globalen Vernetzung zunehmend ein Bedürfnis für Menschen, die bewusst wählen, was auf ihren Tisch kommt und die heimische Betriebe mit hohen Qualitätsstandards bevorzugen. Wir waren zu Besuch bei der Erzeugergenossenschaft DELEG am Deutschnonsberg.

DELEG steht für Deutschnonsberger & Ultentaler landwirtschaftliche Erzeuger­­ge­nossenschaft. Es ist dies der Zusammenschluss von über 180 Bergbauern, die vorwiegend im Gebiet Deutschnonsberg und Ultental kleinstrukturierte Berglandwirtschaft betreiben und ihre Produkte der Marken „LaugenRind“ und „deleg-GutesBontà“ vor Ort vermarkten. Hier laufen die Fäden für die Produzenten der Talschaften zusammen.


Bestes Rindfleisch garantiert

Die Produktion und Vermarktung basiert dabei auf drei Säulen. Beim Laugenrind garantiert die DELEG die Ethik für die Tierhaltung, faire Auszahlungspreise und geprüfte Qualität für regionales Frischfleisch und veredelte Gourmetprodukte. So müssen echte Laugenrinder beispielsweise im Großraum des Berges Laugen auf 2.434 Höhen­meter geboren sein und im Sommer auf der Alm weiden. Das zweite Standbein, die Marke „deleg-GutesBontà“, steht für geschmackvolles Obst, ­Gemüse, Beeren, Getreide, Milch und Honig sowie daraus veredelte Produkte aus der Region.

Winterradicchio und Löwenzahn

Schon seit Jahren haben die Bergbauern am Deutschnonsberg den Anbau des in Südtirol sehr geschätzten Winterradicchios „Radicchio Tardivo di Treviso“ zu einem Alleinstellungsmerkmal entwickelt. Auch der Löwenzahn ist am Deutschnonsberg schon seit vielen Jahren Protagonist des kulinarischen Festivals „Löwenzahnwochen“ und hat die Bauern zur Entwicklung von Spezialprodukten wie z. B. des deleg-Löwenzahnsirups „Heni“ inspiriert.

Neuer Verkaufspunkt

Vor einem Jahr wurde in Lana ein neuer Verkaufspunkt zur Stärkung der Direktvermarktungsschiene eröffnet. Die Bevölkerung schätzt das Angebot, frische und lokale Produkte vor Ort einkaufen zu können, und unterstützt damit regionale Kreisläufe. Finanziert wurde die Einrichtung des neuen Verkaufsladens mithilfe eines Ethical-Banking-Kredits. „Es sind genau solche Projekte, die wir für die Zukunft brauchen. Sie sind lokal, fair und transparent und stiften Nutzen und Mehrwerte für die gesamte Bevölkerung“, betont Roland Furgler, Projekt­leiter von Ethical Banking.

 

Mehr dazu unter: www.ethicalbanking.it