Ausgabe 05/17 -

JPK: Bio-Weine aus Leidenschaft

Der Strickerhof in Frangart/Eppan betreibt in der vierten Generation den Obst- und Weinbau. Die mutige Entscheidung, auf Bio-Landwirtschaft umzustellen, hat sich gelohnt.

Seit dem Jahre 1834 befindet sich der Stricker­hof in Familienbesitz, damals noch unter dem Namen Schlafferhof. Im Jahre 1907 errichtete ­Josef Paul Kasseroller eine neue Hofstelle, wo er neben dem landwirtschaftlichen Betrieb auch ­einen florierenden Weinhandel führte. Ihm zu ­Ehren tragen einige der am Hof produzierten ­Weine die Initialen seines Namens, JPK. Im Jahre 1998 wurde der gesamte Betrieb von Karl und Josefine Kasseroller auf organisch-biologischen Anbau nach Bioland-Richtlinien umgestellt. „Ich war schon immer vom biologischen Anbau überzeugt“, sagte Karl Kasseroller in seiner ruhigen, bedächtigen Art, und weiter, „es hat aber einige Jahre gebraucht, bis ich den Mut hatte, den Betrieb auf Bio-Landwirtschaft umzustellen. Zu Beginn wurde ich von manchem belächelt, aber heute bin ich stolz, weil wir mit unserem Anbau hochwertige biologische Erzeugnisse anbieten können.“


Gesunde, fruchtbare Böden

Die warmen, humusreichen, sandigen Lehmböden eignen sich hervorragend zum Anbau von pilzresistenten Weinreben. Dies haben sogar Forscher der Universität Innsbruck und der EURAC in einer Studie bestätigt. Das konsequente Verfolgen der Idee, harte Arbeit, Fleiß und die notwendigen Investitionen haben sich gelohnt. Viele der Bio- und Piwi-Weine des Strickerhofs wurden mit internatio­nalen Preisen ausgezeichnet. „Das ist schon eine Bestätigung für unser Bemühen“, freut sich der Winzer Kasseroller, und in seinen Augen blitzt die Leidenschaft auf.

Breites Produktangebot

Das Angebot umfasst Sorten wir Bronner, Chardonnay, Goldmuskateller, JPK Rosé, Lagrein u. v. a. Auch Äpfel, Birnen und verschiedenes Steinobst wie Marillen, Kirschen und Zwetschken gedeihen prächtig und werden am Hof weiterverarbeitet und veredelt. Die exquisiten Säfte, ­Fruchtaufstriche und Destillate werden im hofeigenen Laden verkauft. Mit dem Ethical-Banking-Förderkredit wurde eine neue Marillen- und Kirschanlage finanziert. Immer wieder finden am Strickerhof Hoffeste, Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen statt, wo die alten Kellerräume auch für Gäste geöffnet werden.