Ausgabe 02/19 -

Gemeinsam erfolgreich – die Kräutergärten Wipptal

Zu Besuch bei den Kräutergärten Wipptal in Pfitsch und Pflersch

Foto: Frieder Blickle

Gabi und Sepp Holzer sowie Bernhard Auckenthaler bewirtschaften gemeinsam zwei Höfe, den Steirerhof in Wiesen und den Botenhof in Pflersch. Zusammen bilden sie die „Kräuter­gärten Wipptal“. Bereits seit vielen Jahren beschäftigen sie sich mit dem Kräuteranbau nach biologischen Richtlinien. Von Beginn an haben beide Betriebe zusammengearbeitet. „Es gibt dabei nur Vorteile“, berichtet der engagierte Bio-Kräuterbauer Bernhard, „von guter Arbeitsaufteilung über gemeinsame Investitionen in Maschinen bis hin zu einer größeren Vielfalt im Kräuteranbau aufgrund unterschiedlicher Höhenlage unserer Betriebe“.

Gute Wertschöpfung auf kleinen Anbauflächen

„Beim Kräuteranbau handelt es sich um Intensiv­kulturen“, erzählt Bernhard. Die Flächen müssen immer wieder per Hand gejätet werden, man schneidet die Pflanzen im Sommer drei bis vier Mal und die Blüten werden täglich ­geerntet. Dadurch entsteht relativ viel Arbeit, aber auch gute Wertschöpfung auf kleinen Anbau­flächen. Hauptanbaukultur in Pflersch ist die Pfefferminze, in Wiesen hingegen die Melisse. Die unterschiedlichen Höhenlagen und Boden­bedingungen der Gärten ermöglichen es, den natürlichen Ansprüchen der Pflanzen optimal gerecht zu werden.

Vielfältiges Produktangebot

Die von Hand gepflückten Blüten und zum „balsamischen Zeitpunkt“ geernteten Kräuter werden zu hochwertigen Produkten veredelt. Anfänglich wurden nur Tee- und Gewürzmischungen produziert und vertrieben, mittlerweile hat sich das Produktsortiment stark erweitert. Es reicht von Likören und Schnäpsen über Teemischungen und Gewürzen bis hin zu Bio-Kosmetikartikeln wie Salben und Ölen. Vermarktet werden diese über die beiden Hofläden und über mehrere Weihnachtsmärkte sowie auf dem Sterzinger Bauernmarkt. „Unser Erfolg gründet aber vor allem auf der Leidenschaft für die Pflanzen und der Freude an unserer gemeinsamen, naturnahen Arbeit“, sind sich Gabi und Sepp sowie Bernhard einig. Mit den Ethical-Banking-Darlehen der Linie biologische Landwirtschaft mit der Raiffeisenkasse Wipptal als Partner wurden die Verarbeitungs­räume in Wiesen und in Pflersch finanziert.


Der Botenhof


Der Steirerhof