Ausgabe 03/19 -

Besser auskommen mit dem Einkommen

Wo bleibt nur das ganze Geld? Vielen von uns fehlt bei dieser Frage der Überblick. Dabei lohnt es sich genauer hinzusehen: Wer Einnahmen und Ausgaben regelmäßig erfasst, kann unnötige Kosten ausmachen und Einsparmöglichkeiten nutzen. Wir haben für Sie einige Tipps parat.

Foto: Kittiphan – Adobe Stock

Um für mehr finanzielle Transparenz zu sorgen, sollte man sich eine Übersicht über die Einnahmen und Ausgaben verschaffen. Die Nutzung des Raiffeisen Online Bankings und der Raiffeisen-App erleichtert Ihnen den Überblick. Ein Haushaltsbuch kann weiterhelfen, Ihre Ausgaben zu kontrollieren und unnötige Kosten auszumachen. Heutzutage gibt es eine Vielzahl von kostenlosen Apps oder Online-Budgetplanern, die Sie nutzen können. Auch das bekannte Haushaltsbuch auf Papier oder eine einfache Excel-Liste kann schon hilfreich sein.

In 4 Schritten zum finanziellen Durchblick

Schritt 1: Zuerst werden alle Einnahmen des Haushaltes notiert (Gehalt, öffentliche ­Beiträge usw.)

 

Schritt 2: Dann werden die festen, ­regelmäßigen Ausgaben ermittelt (Miete, Darlehen, Strom­kosten, Versicherungen usw.). An dieser Stelle sollte auch ein bestimmter fixer Betrag ­monatlich als Vorsorge angespart werden.

 

Schritt 3: Nun gilt es, die „Buchführung“ mit den laufenden Ausgaben fortzuführen. Zwecks besserer Übersicht empfiehlt es sich, für diese Ausgaben Kategorien anzulegen und diese möglichst genau zu erfassen. Wie hoch sind die ­monatlichen Ausgaben für …?

 

  • Lebensmittel (Essen, Getränke)
  • Kleidung (Berufs- und Freizeitkleidung)
  • Kosten für Mobilität (Auto, Zug, Bus)
  • Freizeit und Sport (Kino, Fitnessstudio, Urlaub, Restaurantbesuche)
  • Ausgaben für Kinder (Schulmaterial, ­Spielsachen)
  • Körperpflege und Gesundheit (Medikamente, Friseur, Kosmetika)
  • Sonstiges (Geschenke, Reparaturen, Spenden)

Die monatlichen Einnahmen abzüglich der festen Ausgaben ergeben das freie monatliche Budget. So erkennt man gleich, wie viel Freiraum für laufende Ausgaben übrig ist und in welchen Monaten es unter Umständen finanziell eng werden kann.

Schritt 4: Wer vom freien Budget diese laufenden Ausgaben abzieht, erhält unterm Strich den tatsächlichen Saldo. Dieser sollte positiv sein, denn nur so lassen sich finanzielle Rücklagen bilden, etwa für größere Anschaffungen oder als Notgroschen. Auch kleine Beträge addieren sich übers Jahr, daher lohnt es sich gerade bei den täglichen Ausgaben zu schauen, wo sich etwas einsparen lässt.

DIE FINANZEN FEST IM GRIFF – 7 Spartipps zum Haushalten

Ab und zu ist die Haushaltskasse leer oder der Kontostand rutscht ins Minus. Damit das nicht zum Dauerzustand wird, haben wir sieben Spartipps für Sie.

Tipp 1: Räumen Sie Ihre Finanzen auf
Haben Sie ein gut sortiertes Ordner­system für Ihre Finanzen oder liegen alle wichtigen Papiere durcheinander in einer Schublade? Heften Sie die losen Dokumente nach Themen wie Versicherungen, ­Rechnungen usw. ab. Dadurch bekommen Sie schon ­einen ersten guten Überblick und ­Kontrollen sind leichter möglich.

 

Tipp 2: Führen Sie ein Haushaltsbuch
Tun Sie dies bitte nicht als „altbacken“ ab! Wie vorher beschrieben, werden damit ­unnötige Ausgaben bewusst, können Prioritäten gesetzt und zukünftige ­Einsparungen leichter umgesetzt werden. Je länger Sie ein Haushaltsbuch führen, umso aussagekräftiger sind Ihre Aus­wertungen.

Tipp 3: Erfassen Sie Ihre täglichen Ausgaben
Sammeln Sie alle Kassenbons und sonstige Rechnungen über einen gewissen Zeitraum, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie viel Geld Sie im Alltag brauchen. Zu diesen Ausgaben zählt Ihr Einkauf im Supermarkt ebenso wie der Friseurbesuch. Gerade kleinere Beträge summieren sich schnell zu größeren Posten.

 

Tipp 4: Legen Sie einen monatlich festen Betrag für Unvorhergesehenes bzw. als Sparbetrag zurück
Damit kommen Sie finanziell nicht ins Straucheln, wenn der Kühlschrank kaputtgeht oder Sie ein neues Handy brauchen. Überlegen Sie sich, monatlich einen fixen Betrag für die Altersvorsorge (z. B. in Form eines Sparplanes) zurückzulegen.

Tipp 5: Beachten Sie die 60/40-Regel
Feste Ausgaben wie die Miete oder Kredit­raten sollten nicht mehr als 60 % der Gesamtausgaben betragen. Damit sichern Sie sich eine gewisse Flexibilität im monatlichen Budget, da nicht alles fest verplant ist. Ist zu viel Ihres Einkommens fest gebunden, kommen Sie bei unvorhergesehenen Ausgaben sonst schnell ins Schleudern. 40 % bleiben Ihnen für Ihre täglichen, veränderlichen Ausgaben.

 

Tipp 6: Verteilen Sie Belastungen für Jahresbeiträge über das ganze Jahr
Legen Sie regelmäßig Teilbeträge dafür zurück. Rechnen Sie dazu Jahres-, Halbjahres- und Vierteljahreskosten auf Monats­basis um. Das erleichtert Ihre Planung.

Tipp 7: Überschlafen Sie größere Anschaffungen
Für größere Anschaffungen sollten Sie mehrere Angebote einholen und diese gründlich vergleichen. Lassen Sie sich zu keiner Kaufentscheidung drängen und überschlafen Sie die Entscheidung.