Ausgabe 03/15 -

Facebook sammelt auch Daten von Nicht-Nutzern

Trotz der strengen EU-Datenschutzverordnungen kommen immer wieder bedenkliche Fälle von Datenmissbrauch ans Tageslicht.

Mehr als ­eine Milliarde Menschen weltweit nutzen das soziale Netzwerk Facebook. Laut ASTAT sind auch fast 50 % der Südtiroler Internetnutzer auf sozialen Medien präsent. Facebook gehört damit zum digitalen Alltag, doch die Daten­sicherheit ist nicht immer gewährleistet. Anfang des Jahres haben Forscher der Universität ­Leuven und der Vrije Uni Brüssel einen Bericht veröffentlicht. Der Bericht zeigt auf, wie das amerikanische Unter­nehmen auch auf Webseiten mit sogenannten „Social Plugins“ – Knöpfen zum Teilen von Inhalten auf sozialen Medien – Profile von Menschen anlegt. Und zwar egal, ob sie Facebook-Nutzer sind oder nicht.

Raiffeisen schützt Kundendaten

Auch die Webseiten der Süd­tiroler Raiffeisenkassen benutzen ­Social Plugins und Cookies, um die Nutzererfahrung zu optimieren. Es werden jedoch keine Daten gespeichert, die auf die Identität der surfenden Person schließen lassen. Auch für Dritt­anbieter haben die Raiffeisenkassen diese Möglichkeit über ein sogenanntes „Datenschutz-Tool“ unterbunden. Nur mehr jene Nutzer, die explizit den Facebook- oder Twitter-Knopf am unteren Ende der Web­seiten klicken, übertragen Daten an die sozialen Netzwerke.