Ausgabe 05/19 -

Der (Bio-)Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Zu Besuch bei den Apfelbauern Simon (Sohn) und Florian (Vater) Ruatti.

Simon und Florian Ruatti betreiben zwei Biolandhöfe in Naturns. Seit mittlerweile sechs Jahren führt Simon den Bioland-Obsthof „Saumoar“ und legt dabei sehr viel Wert auf eine ökologische und artenvielfältige Bewirtschaftung seiner Flächen. Gerade einmal 23 Jahre alt, pachtete Simon schon eigene Betriebsflächen an, um genau jene Landwirtschaft zu betreiben, die ihm gefällt.

Von der Pike auf gelernt

Am elterlichen Betrieb von Florian Ruatti hat Simon die Landwirtschaft von Grund auf kennengelernt. Schon bald haben ihn alternative Formen von landwirtschaftlicher Arbeit wie das „Wwoofen“ oder die Permakultur interessiert und ihn dazu motiviert, den Fokus seiner Arbeit auf die Biolandwirtschaft zu legen.
Alte Bestände wie die hochstämmigen Morgenduftbäume, ­gepflanzt in den 1960er-Jahren, sind seine Freude, aber auch andere geschmackvolle pilz­widerständige Apfelsorten.

Seit einiger Zeit ist Simon auch im Vorstand des Verbandes Bioland. „Es macht mir große Freude, in einem jungen Team mitzuarbeiten und aktiv zu sein. Der Verband hat viele unterschiedliche Sparten und Richtungen, und es gibt viel zu tun, da wir im Moment eine große Umstellungswelle auf Bio feststellen“, berichtet der Jungbauer.

Die ältere Generation überzeugt

Seine Passion und Begeisterung haben auch Vater Florian angesteckt, welcher seinen Obst­betrieb ebenfalls auf biologische Landwirtschaft umgestellt hat. Auch er setzt vor allem auf pilzwiderstandsfähige Obstsorten und sagt voller Stolz: „Ich bin sehr froh über den Ethical-Banking-Förderkredit, der es mir ermöglicht hat, auf pilzwiderstandsfähige Sorten umzusteigen. Wir haben zwar zwei Höfe zu bewirtschaften, arbeiten aber von Frühling bis zum Herbst viel gemeinsam und ergänzen uns somit bestens.“

Schutz der Natur

Flora und Fauna zu stärken und die Natur zu schützen, das sind wichtige Anliegen für Simon: „Jeder Biolandwirt sollte seine Arbeit nach Förderung der Biodiversität und Bodengesundheit ausrichten, um gesunde und geschmackvolle Lebensmittel zu produzieren“, so der Landwirt. Seine Arbeit erleichtern wird in Zukunft ein Traktor mit Bürste, welcher ebenfalls mit einem Ethical-Banking-Kredit der Raiffeisenkasse Unter­vinschgau finanziert wurde.